Erneut sitzen die WWK Volleys München im Bus, erneut geht es gen Düren. Dort wird am morgigen Abend das Achtelfinale im Zoi DVV-Pokal ausgetragen. Neu ist allerdings die Konstellation an der Seitenlinie: Die Münchner reisen mit David Zoltan als neuem Headcoach an. Er hat das Amt Anfang der Woche übernommen, nachdem die Clubführung die Zusammenarbeit mit Tomasz Wasilkowski beendet hatte.

Nun also alles wieder auf Anfang, doch die WWK Volleys fangen keineswegs von Null. Die intensive Arbeit der letzten Monate und die vielen Trainingsstunden der Saisonvorbereitung bleiben eine wertvolle Basis, auf der sich aufbauen lässt. Das war nur nicht unbedingt in den entscheidenden Situationen sichtbar. Genau hier setzt David Zoltan an. Mit seiner Erfahrung aus seiner internationalen Spielerkarriere sowie als Cheftrainer in der ersten ungarischen Liga und Co-Trainer der ungarischen Nationalmannschaft soll er an das Vorhandene anknüpfen und neue Impulse für das Team geben.

Besonders viel Zeit, das aktiv umzusetzen, war nun noch nicht, ist der Trainerwechsel ja gerade erst ein paar Tage alt. Jetzt geht es Schritt für Schritt darum, sich aufeinander einzustellen und den gemeinsamen Rhythmus zu finden. Was im Sommer über Wochen gewachsen ist, versucht das Team nun im Zeitraffer aufzunehmen. David sieht viel Potenzial im Kader, das es nun weiterzuentwickeln gilt – immer mit dem Ziel, Schritt für Schritt auch Zählbares auf das Münchner Konto zu bringen.

Dafür braucht es aber erst noch etwas Anlauf, das Pokalspiel in Düren morgen bietet dafür eine gute Gelegenheit. Da die letzte Reise zu den Powervolleys erst elf Tage zurückliegt, ist die Halle der Münchner Truppe noch bestens im Gedächtnis. Zugleich gehen die WWK Volleys als klarer Underdog in die Partie. Somit lässt es sich ohne großen Druck agieren, den Teamzusammenhalt weiter zu stärken und sich unter Wettkampfbedingungen an die Arbeit mit dem neuen Coach zu gewöhnen.

Die Gastgeber haben im Ligabetrieb ausschließlich 3:0-Siege verbuchen können, den letzten erst gestern in Königs Wusterhausen. Aktuell führen sie die Tabelle an, können 15 Gewinnsätze in fünf Spielen vorweisen und haben als einziges Team noch keinen Satz abgegeben. Diesen Schwung wollen die Powervolleys nun auch vor heimischem Publikum in den DVV-Pokal mitnehmen. Ihr erklärtes Ziel ist der Einzug ins Finale, um sich nach mehreren Anläufen in den Vorjahren endlich den Traum vom Pokalsieg zu erfüllen.

Die Partie wird morgen um 19:00 Uhr angepfiffen und ist wie gewohnt live auf Dyn zu verfolgen.

Foto: JD-PhotoArt
Text: Alexandra Feit