In einer knappen Stunde war die Entscheidung im gestrigen Achtelfinale des Zoi DVV-Pokals in Düren gefallen: Die SWD Powervolleys Düren sind ihrem Ziel „Pokalsieger“ einen Schritt nähergekommen. Die WWK Volleys München unterlagen bei den Gastgebern mit 0:3 (16:25, 21:25, 15:25). Trotz des deutlichen Endergebnisses zeigte die Mannschaft von Headcoach Zoltán Dávid insbesondere im zweiten Satz vielversprechende Ansätze, auch eine erste Handschrift des neuen Trainers war schon zu erkennen: Platzierte Float-Aufschläge stellten die Dürener Annahme vor Aufgaben, und auch die Quote über die Pipe-Angriffe entwickelte sich positiv.
In seiner Aufstellung setzte der neue Münchner Headcoach auf Oliver Wachtel im Zuspiel, Marko Milovanovic auf der Diagonalposition, Alexej Zhbankov und Bastian Korreck im Mittelblock sowie Laurenz Welsch und Josh Schellinger auf außen.
Die Münchner erwischten einen verhaltenen Start und gerieten früh mit 1:5 in Rückstand. Auch nach einer schnellen Auszeit war Düren besser im Rhythmus und baute den Vorsprung über ein 3:9 und 8:14 kontinuierlich aus. Laurenz setzte in dieser Phase Akzente über Außen sowie aus dem Rückraum, punktete insgesamt sechsmal in diesem Satz, doch Düren hielt die Gäste stabil auf Abstand bis zum Satzende.
Die WWK Volleys kamen im zweiten Durchgang deutlich besser ins Spiel. Zwar lag Düren zu Beginn erneut in Führung (1:5, 5:10), die Münchner kämpften sich aber immer wieder heran. Oli Wachtel konnte die Bälle flexibel an all seine Angreifer verteilen und vor allem Marko Milovanovic und Josh Schellinger kamen nun öfter zum Abschluss. Als die WWK Volleys auf 17:19 verkürzten, wurde es Düren-Trainer Christophe Achten zu brenzlig und nahm die erste Auszeit für sein Team. Letztendlich setzte die Routine der Powervolleys sich erneut durch.
Der dritte Satz begann auf Augenhöhe, und München blieb bis zum 9:10 dran. Dann jedoch wendete sich das Blatt und erneut waren es die Gastgeber, die sich die entscheidenden Punkte einheimsten. Laurenz beschrieb es im späteren Interview so: „Unser größtes Problem ist, dass wir drei, vier Punkte einfach schlafen, jeder macht mal nen Fehler und schon hinken wir dem Spielstand wieder nur hinterher.“ So auch in diesem Satz, der Abstand wurde größer und größer und aus dem 11:19-Rückstand wurde schließlich der 15:25-Satzverlust.
Zum wertvollsten Spieler wurde erneut Robin Baghdady gewählt, der 13 Punkte für sein Team erzielte. Auf Münchner Seite ragte Laurenz Welsch mit ebenso vielen Punkten heraus.
Für die WWK Volleys steht nun eine längere Trainingsphase an, um die Feinabstimmung zwischen Team und Trainer weiter zu vertiefen und gezielt an den Hausaufgaben im Block- und Abwehrverhalten zu arbeiten. Am 14.11.2026 schlagen die Münchner in der Nikolaushalle in Herrsching zum nächsten Bundesliga-Heimspiel auf. Zu Gast sind dann die Baden Volleys SSC Karlsruhe.
Foto: Jessica Weber
Text: Alexandra Feit
