Weitgehend chancenlos standen am gestrigen Abend die WWK Volleys München den SWD Powervolleys gegenüber. Deutlich enttäuscht gingen die Münchner nach der 0:3-Pleite (17:25, 18:25 und 18:25) vom Feld. Klare Hausaufgaben haben sich laut Janik Sambale vor allem bei stabiler Annahme ergeben: „Wir haben von Grund auf schlecht ins Spiel gefunden. Im Vergleich zum letzten Spiel hatten wir deutlich weniger Aufschlagdruck. Der Gegner hat uns mit seinen Aufschlägen gut eingedeckt, wodurch wir echte Schwierigkeiten in der Annahme hatten und daraus folgend auch beim vernünftigen Spielaufbau.“
Headcoach Tomasz „Tomek“ Wasilkowski vertraute in der Startformation auf dieselbe Sechs wie am Mittwoch gegen den VfB Friedrichshafen.
Die Gastgeber eröffneten Satz eins direkt mit einem Ass – ein Vorgeschmack auf das, was folgen sollte. Die WWK Volleys erwischten keinen guten Start, lagen schnell hinter den Powervolleys zurück. Beim Stand von 7:14 reagierte Tomek und brachte Moritz Gärtner für Oliver Wachtel im Zuspiel. Doch Düren hatte es sich mit einem ordentlichen Polster im Rücken schon bequem gemacht, der Abstand blieb konstant (10:17, 15:22). Beim15:23- Rückstand zog Tomek noch einmal die Reißleine, nahm die Auszeit und versuchte, den Druck für sein verunsichertes Team etwas rauszunehmen: „Gerade spielen wir nicht unseren Volleyball. Vergesst den Satz, konzentriert euch auf den nächsten.“
Doch auch Durchgang zwei brachte nicht die erhoffte Wende. Viel zu viele eigene Aufschlagfehler und kaum Wirkung im Service spielten dem gegnerischen Block voll in die Karten. Tomek rotierte durch: Moritz Gärtner kam erneut für Oli Wachtel, Marko Milovanovic ersetzte Stijn van Schie, und Janik Sambale sollte für Laurenz Welsch mehr Stabilität in die Annahme bringen. Zwischenzeitlich konnten die WWK Volleys ihren Rückstand verkürzen, doch schnell erhöhten die Dürener den Druck wieder und vergrößerten den Abstand erneut auf sechs Punkte. So blieb auch dieser Satz bei den Powervolleys.
Im dritten Satz schien es zuerst, als hätte sich das Blatt nun für die WWK Volleys gewendet, sie kamen wieder in Dürener Reichweite (10:11 und 11:12). Ein noch näheres Herankommen als 16:18 verhinderte Düren-Trainer Christophe Achten jedoch, nahm die erste Auszeit für sein Team. Die fruchtete, die Gastgeber waren wieder auf Kurs, machten Satz und Match zu.
MVP der Partie wurde Dürens Nummer 8, Robin Baghdady mit 14 Punkten. Auf Münchner Seite erzielte erneut Jannes Wiesner die meisten Punkte, 13 an der Zahl.
Janiks Fazit: „Die Abwehr hat eigentlich ganz ok funktioniert und wir hatten einige Chancen, die wir aber nicht gut genutzt haben. Insgesamt hatten wir brutal große Schwierigkeiten im Side-Out, weil der gegnerische Aufschlagdruck hoch war und unsere Annahme sehr gewackelt hat. Außerdem sind wir auch nicht wirklich als Team aufgetreten, es ist relativ schnell alles auseinandergebrochen und es hat dann auch niemand von uns geschafft, wieder gute Laune zu verbreiten. Das müssen wir auf jeden Fall ändern.“
Erproben lässt sich das dann gleich am kommenden Mittwoch, denn da wartet bereits der nächste Gegner: Die Barock Volleys aus Ludwigsburg sind zu Gast in der Geothermie Arena.
Foto: Jessica Weber
Text: Alexandra Feit
